Text und Musik:
    Udo Wildemann
    Gesang:
    Thomas Meyer

Als Schmidt noch mutlos war

Als Schmidt noch mutlos war, war jeder Abgrund nochmal so tief
Schmidt träumte schwer und dieser Albtraum war intensiv
er sah weiße Mauern wie Riesen sich türmen.
stolze Schiffe zerschellen in rasenden Stürmen.
Er sah gute Kerls sich täglich verstricken,
im ungleichen Kampf mit Vettern und Cliquen.

Und doch, und doch, und doch gab es welche,
die übten den aufrechten Gang sogar,
als Schmidt, als Schmidt, als Schmidt noch mutlos war.

Schmidt war fast taub, denn zu lang hat man ihm in die Ohren geschrien.
Er hörte nichts mehr, doch konnt' er gut sehn
und ohne den üblichen Kommentar
sah er die Welt so wie sie war,
er sah’ den Konsum zum Konsum zweckentfremdet
und mutlos hat er den Blick „abgewendet“

Und doch, und doch, und doch gab es welche,
die übten den aufrechten Gang sogar,
dals Schmidt, als Schmidt, als Schmidt noch mutlos war.

Schmidt träumt seine Welt hat zwei Gesichter
Und wer will bekommt eins geschenkt.
Das eine Gesicht zeigt sich neonbunt
und strahlt im hellsten Licht
und nicht jeder ist gleich ein falscher Hund,
wählt er sich dieses Gesicht!
Das andre Gesicht sieht aus wie Schmidt,
es trägt einen harten Zug,
und Schmidt weiß nicht wie er wählen soll,
er findet das „Neonbunte“ nicht toll,
doch von Härte hat er genug.

Obwohl Schmidt noch mutlos war,
gab es da etwas das ihn zum Nachdenken zwang,
täglich traf er auf welche, die übten noch immer
den aufrechten Gang,
die wollten nicht einsehen, dass Mutlosigkeit
ein Gefühl von Dauer wird in dieser Zeit
und um diesen Zustand nicht festzuschreiben
wollte auch Schmidt nicht mehr mutlos bleiben.


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